Lebenslaute
15. Mai 2014 – 16:00 Uhr bis 15. Mai 2014 – 18:00 Uhr , Offenen Bühne vor der Franziskanerkirche, Westernstraße 19, 33098 Paderborn
Die Musiker/innen der 'Lebenslaute' bringen eine bunte Mischung von klassischen
Chorliedern und Volkslied-Bearbeitungen zu Gehör bringen:
· Es, es, es und es: Ein altes Handwerkerlied mit neuem Text
· Ich vermisse Nationalgefühl (nach Dieter Süverkrüp)
· Fantasie von übermorgen (Erich Kästner)
· G. F. Händel: Arie "Waffenhandwerk bringt nur Unheil" aus dem Oratorium "Alexanders Fest"
· Psalmlied (Heinrich Schütz) mit dem Text: "Wie nun, ihr Herren seid ihr stumm, dass ihr kein Recht könnt sprechen...": die "Lebenslaute-Hymne"
Als Instrumentalstücke spielen sie:
· Renaissance-Tänze von Michael Praetorius nach Melodien Pariser Tanzmeister
· Auszüge aus Henry Purcells Barock-Bühnenmusik zur Tragödie "Abdelazer" (1695)
· Bela-Bartoks Adaption eines ungarischen Volkslieds
· sowie Stücke aus musikalischer Klassik und Ensemblemusik von Komponisten des 20. Jahrhunderts.
Seit 1986 engagieren sich bundesweit die Lebenslaute-Musiker, einmal jährlich in Chor- und Orchesterstärke, dazwischen auch in kleineren Ensembles regional – wie jetzt in Paderborn. Zu ihrer Musikaktion in Paderborn formulieren die Lebenslaute: „Musik sollte eigentlich friedlich-ziviles Kommunizieren sein. Soldatisches Musizieren hingegen dient der Werbung für das Militär, welches wir LEBENSLAUTE pazifistisch begründet schlichtweg für überflüssig halten. Wir verwahren uns gegen jegliche Militarisierungsversuche durch Heeresmusik in Uniform wie die `Woche der Militärmusik´ (12.-16.5., Paderborn), das `NATO-Musikfest´ (24.5., Mönchengladbach), das `Militär-Kammermusik-Festival´(13.-23.11., Erfurt) und weitere Zumutungen soldatisch präzisen Musikmissbrauchs.“
Als offene Musik- und Aktionsgruppe bringen die Lebenslaute überwiegend klassische Musik gerade dort zum Klingen, wo dies nicht erwartet wird: auf Militärübungsplätzen und Abschiebeflughäfen, vor Atomfabriken und Raketendepots, in Ausländerbehörden und an anderen Menschen bedrohenden Orten. Die diesjährige Sommeraktion findet in Eisenhüttenstadt statt und hat zum Ziel, auf die Situation der dortigen Asylbewerberinnen und Asylbewerber aufmerksam zu machen und ein Zeichen gegen die Einrichtung von Abschiebehaft zu setzen.