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Gewaltfreies Handeln in einer polarisierten Welt

24. Okt 2026 – 11:00 Uhr , 

Jugendbildungsstätte Haus Altenberg
Ludwig-Wolker-Straße 12
51519 Odenthal

Studientag in Altenberg

Der Studienteil findet im Rahmen der pax christi-Delegiertenversammlung statt und wird in diesem Jahr für Interessierte in und um pax christi herum geöffnet:

PROGRAMM
11.00 - 12.30 Uhr Vorträge und Austausch mit dem Publikum
  • Josef Freise: Freiwilliger Friedensdienst für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Soziale Verteidigung. Politisches Engagement im Geiste der Bergpredigt
  • Jochen Neumann: Die 5 Hebel der Sozialen Verteidigung
    Was ist Soziale Verteidigung und wie kann sie praktisch umgesetzt werden? Das Netzwerk „Wehrhaft ohne Waffen“ hat fünf Hebel für die erfolgreiche Umsetzung von Sozialer Verteidigung herausgearbeitet, die von der Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts über den Schutz unserer Leben, natürlichen Lebensgrundlagen und menschenrechtsbasierten Gesellschaftsform bis hin zu Widerstand gegen menschenfeindliche Politik oder Besatzung reichen.
12.30 Uhr Mittagessen

14.30 - 18.00 Uhr Workshops

Josef Freise und Burchard Schlömer
Christliche Gewissensbildung zu Kriegsdienstverweigerung und Wehrdienst
In diesem Workshop geht es um die Frage, wie die katholische Kirche die Entscheidung für Wehrdienst oder Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen unterstützen kann. Josef Freise beginnt mit grundlegenden Überlegungen: Was sind Kriterien einer Gewissensentscheidung? Wie sieht die juristische Basis für eine Gewissensentscheidung zu Wehrdienst und Kriegsdienstverweigerung aus? Welche christlichen Werte können eine Gewissensentscheidung mitprägen? Burchard Schlömer berichtet von den Prozessen innerhalb der katholischen Kirche, ein Beratungsangebot zu Wehrdienst und Kriegsdienstverweigerung zu strukturieren. Er geht auf die gegenüber früherer Beratung deutlich veränderte Situation (u.a. digitale Medien, Krieg in Europa) und auf die (ökumenische?) Ausbildung für Berater:innen zu Wehrdienst und Kriegsdienstverweigerung ein.
Nach beiden Inputs ist genügend Zeit für einen Erfahrungsaustausch zwischen allen Teilnehmenden zu den Themen, möglicherweise mit Empfehlungen für pax christi. 

Jochen Neumann         
Planspiel Soziale Verteidigung am Beispiel einer rechtsextremen Landesregierung
Soziale Verteidigung ist nicht nur eine wirksame Alternative im Falle eines Angriffs von außen, sondern auch für einen Angriff von innen, beispielsweise durch einen gewaltsamen Putsch. 

Aber was, wenn der Angriff nicht putschartig erfolgt, sondern schleichend? Wenn demokratische Institutionen und der Rechtsstaat missachtet oder langsam geschliffen werden? Was, wenn menschenfeindliche Haltungen und diskriminierende Handlungen zur Regierungspolitik werden? Wenn durch Wahlerfolge rechtsextremistische Parteien an die Macht kommen?

Dieses realitätsnahe Szenario bildet den Hintergrund für das Planspiel, in dem fünf Akteursgruppen auf die geplante Umsetzung von diskriminierenden Maßnahmen im Schulkontext durch eine rechtsextreme Landesregierung reagieren müssen. Was tun wir in so einem Fall als Beamte in der Landesschulbehörde, als Schulleitung, als Lehrkräfte, als Eltern und Schüler*innen?


Christa Renoldner        
Gesellschaftspolitische Aufstellung: Soziale Verteidigung – Chance für eine gewaltfreie Zukunft?
Eine systemische Aufstellung bietet eine ungewohnte Möglichkeit, auf wichtige Themen zu schauen. Es entsteht ein räumliches, bewegliches, dreidimensionales Bild. Wir lassen uns überraschen, welche neuen, unerwarteten Sichtweisen sich auftun. Nicht das Kognitive steht dabei im Vordergrund, sondern unser aller unbewusstes, kollektives Wissen.

Anmeldungen an: c.dichtl@paxchristi.de

 

Zeiten

  • 24. Okt 2026 – 11:00 Uhr

Adresse

  • Jugendbildungsstätte Haus Altenberg
    Ludwig-Wolker-Straße 12
    51519 Odenthal

Kosten

20,00 Euro