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Erinnern für die Zukunft

27. Jan 2026

Aus Anlass des Shoa-Gedenktages möchte ich hier auf ein paar Fundstücke aufmerksam machen, die mir in den letzten Wochen zum Thema „Erinnern für die Zukunft“ aufgefallen sind:

Heute eröffnet im Freiburger Dokumentationszentrum Nationalsozialismus die Sonderausstellung „Ende der Zeitzeugenschaft?“.Der Eintritt in dieses Museum ist noch bis März frei. Mehr dazu hier.

 

Kürzlich durfte ich in der voll besetzten Aula des Freiburger St. Ursula Gymnasiums Susanne Siegert erleben. Susanne Siegert (* 1992) wurde vor allem einer jüngeren Generation durch ihre Arbeit im Bereich der digitalen Erinnerungskultur zur Zeit des Nationalsozialismus und der Holocaust Education bekannt, was sich im Publikum deutlich widerspiegelte. In ihrem Buch mit dem Titel „Gedenken neu denken. Wie sich unser Erinnern an den Holocaust verändern muss“ hat Siegert ihre Gedanken über das Gedenken aufgeschrieben, man kann sich ihren Thesen aber auch anhand folgender Lesung annähern: https://www.youtube.com/watch?v=r7d0r791kuo

 

Vor allem junge Menschen werden auch durch die kurzen Clips angesprochen, die das Berliner Anne Frank – Zentrum unter dem Titel „Shoah Stories“ auf den Weg gebracht hat.


Wer denkt, dass gegen das Vorgehen der Nationalsozialisten nur Gewalt geholfen hätte, dem sei der Vortrag „Widerstand ohne Waffen – gewaltfreie Aktionen gegen Hitler“ von Dietrich Becker-Hinrichs (Ehegatte der ehemaligen Direktorin des Friedensinstituts an der EH Freiburg, Karen Hinrichs) empfohlen. 

https://www.youtube.com/watch?v=V49xieh0zhQ

Siehe auch: https://wfga.de/produkt/gewaltfrei-gegen-hitler-neufassung-gewaltloser-widerstand-gegen-den-nationalsozialismus-und-seine-bedeutung-fuer-heute/

 

Nun noch ein Hinweis zu zwei Männern, die ihr Widerstand gegen den Nationalsozialismus ihr Leben gekostet hat:

 

Der Seligsprechungsprozess für den in Mannheim geborenen Jesuit Alfred Delp beginnt Anfang Februar.  Delp wurde 1945 von den Nationalsozialisten hingerichtet. Noch kurz vor seiner Hinrichtung durch die Nazis schrieb er eindringliche religiöse Meditationen. Der Münchner Kardinal Reinhard Marx wird das voraussichtlich mehrjährige Verfahren am 2. Februar in München, dem Sitz der Jesuiten in Zentraleuropa, eröffnen. Die Nationalsozialisten hätten Delp wegen seiner christlichen Überzeugung von Freiheit und Menschenwürde als Bedrohung für ihre Ideologie ermordet, sagte Marx am Mittwoch. Das Seligsprechungsverfahren starte daher im Bewusstsein, dass "auch heute die Stimmen wieder lauter werden, die in der Unterdrückung anderer Menschen ein Zeichen von Stärke sehen".  Mehr dazu unter ebfr.de.

 

Unter dem Titel "Es gibt keine größere Liebe" wird vom 28. Februar bis 27. März im Kreuzgang von St. Martin in Freiburg eine Ausstellung über Franz und Franziska Jägerstätter gezeigt werden. Näheres zum Begleitprogramm findet sich hier.

Interessant auch, dass Dr. Christian Heß ein neues Buch über Max Josef Metzger, den Pionier der Friedensbewegung und der Ökumene, herausgegeben hat: :
https://www.herder.de/religion-spiritualitaet/shop/p3/92357-max-josef-metzger-gebundene-ausgabe/

Markus Weber/pax christi Geschäftsstelle